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neue Ausländerregelung (§24 der Spielordnung)

Pro B

Da der Verein wiha Panther Schwenningen gegen die neue Ausländerregelung (§24 der Spielordnung) Klagen möchte ist die deutsche Basketballwelt voller Aufruhr. Was steckt dahinter?

Die ProB hat wohl erkannt das die sogenannte deutschen Quote die besagte das mindestens 3 deutsche Spieler stets auf dem Spielfeld stehen mussten nicht mehr anwendbar sei. Sondern es wurde festgelegt dass mindestens 3 „local Player“ stets auf dem Platz sein müssen und noch 1 Jahr lang 2 nicht-EU Ausländer eingesetzt werden dürfen. Ab der Saison 2018/2019 nur noch einer.

Was ein Local Player ist hab ich von der Hompage der 2.Basketballbundesliga entliehen:

  • Der Spieler hat mindestens für eine volle Spielzeit und vor Erreichung der Altersklasse U15 eine Spielberechtigung für einen Verein erworben, der während dieser Zeit dem DBB angehörte, und in dieser Zeit aktiv am Spielbetrieb des DBB oder seiner Gebietsgliederungen (Landesverband, Kreis) teilgenommen.

  • Der Spieler hat mindestens für eine volle Spielzeit und vor Erreichung der Altersklasse U15 eine Lizenz oder Spielberechtigung bei einem Verband erworben, der dem DOSB angehört. Der Spieler muss in dieser Spielzeit aktiv am Spielbetrieb oder Wettbewerben des Verbandes teilgenommen haben.

  • Der Spieler hat von der Altersklasse U15 bis einschließlich der Altersklasse U19 mindestens drei volle Spielzeiten eine Spielberechtigung für einen oder mehrere Vereine erworben, der/die während dieser Zeit dem DBB angehörte(n), und in dieser Zeit aktiv am Spielbetrieb des DBB oder seiner Gebietsgliederungen (Landesverband, Kreis) teilgenommen.

Was ist nun aber der Grund der Aufruhr?

Schwenningen klagt vor dem Schiedsgericht der Liga und wird vertreten durch einen oder mehrere Vereinsspieler Klage vor dem Arbeitsgericht einreichen.

Aber aus welchem Grund? Der Grund gestaltet sich wie folgt: Die sogenannte deutschen Quote wiedersprach gegen EU Recht. Und da Schwenningen in der „local Player“ Regelung eine Umdeutung der deutschen Quote sieht, an der sich aber Inhaltlich nichts geändert hat, reichen Sie Klage ein.

Hier ein Zitat von der Hompage der „wiha Panthers Schwenningen“ im Artikel „Kein Wille rechtmäßige Zustände zu schaffen“:

"Die EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit gebietet es, dafür Sorge zu tragen, dass EU-Bürger innerhalb des Unionsgebietes ihren Arbeitsplatz frei wählen können und verpflichtet die Mitgliedsstaaten auch das Privatrecht so auszugestalten, dass nicht nur die theoretische Möglichkeit besteht, sondern auch praktische Hürden nicht aufgebaut werden dürfen."

Schwenningen hat sicher Recht damit gehabt das die deutschen Quote nicht Rechtens sei, aber gegen die „local Player“ Regel vorgehen, die doch zum Schutz der deutschen Spieler welche die Nachwuchsarbeit durchlaufen haben da ist, ist schwer nachvollziehbar.

Pro „local Player“: Es existiert eine Liga (PRO B) in der hauptsächlich deutsche und eben „local Player“ spielen, damit kann aufgrund von viel Spielzeit und den damit verbundenen Erfahrungen für deutsche eine höhere Spielkultur etabliert werden. Aus diesem Pool von Spielern schaffen es Jahrgang um Jahrgang mehr Spieler in die höheren Ligen und es können bis in die Nationalmannschafft hinein mehr sehr gute Spieler etabliert werden.

Contra „local Player“ Es wird den Vereinen die Tür geöffnet auf die Jugendarbeit bis zum 14 Lebensjahr komplett zu verzichten. Spieler werden ja jetzt schon (Bayern, Bamberg) 14jährig aus dem europäischem  Ausland verpflichtet, und über Spiele in der JBBL / NBBL / ProB diese zu Homegrown Spielern heranwachsen zu lassen, damit sie diesen später einen deutschen Pass verpassen können. Ziel ist es nicht in die Suche nach Talenten und dessen Förderung zu investieren sondern diese Suche/Ausbildung auszugliedern. Und das sollte ja nun überhaupt nicht der zu gehende Weg sein. Ferner ist es nach wie vor ein Eingriff in EU Recht.

Aber diese sind doch keine wirklich zwingenden Gründe das Schwenningen sich gegen die Liga stellt. Aber was könnte noch dahinter stecken? Schwenningen ist ein kleiner Verein der gerade den sportlichen Aufstieg aus der Regionalliga Süd in die ProB geschafft hat. Wie jeder Verein müssen auch sie sehen wie sie an Geld kommen, Türklinken putzen, Sponsoren akquirieren. In diesem Zusammenhang ist es vielleicht billiger Spieler aus Finnland, Holland, Luxembourg für wenig Geld anzuheuern als deutsche oder „local Player“ für die vermeintlich mehr Geld gezahlt werden muss? Natürlich muss man das auch im Zusammenhang mit dem Output sehen welchen diese Spieler hervorbringen.  Und ich denke da ist der eigentliche Grund zu suchen. Es gibt einen riesigen Teich an Spielern in europäischen und nicht EU Ländern die für 400€ den Monat in der Pro B für deutsche Vereine Spielen. Diese Spieler bringen eine dem Markt entsprechen Qualität mit. Deutsch bzw. „local Player“ müssen erst mal ausgebildet werden und haben dann vielleicht auch noch höhere Geldforderungen. Ich denke hier muss angesetzt werden um eine Lösung zu finden. Vorausgesetzt das alle die Regeln der Ligen bestätigen und einhalten gäbe es auch die Möglichkeit feste Geldsätze (entsprechend der JBBL/NBBL/ProB Liga) festzulegen und diese damit zu verknüpfen wie hoch ein Leistungslevel des Spielers ist. (Marktwert) Damit soll verhindert werden das junge Deutsche nur der „Quote“ wegen einfach zu teuer sind und diesen „Marktwert“ überhaupt nicht wiederspiegeln.

Schwenningen hat nebenbei schon den ersten „local Player“ verpflichtet. Es ist ihr Center der vor Jahren als seine Familie vor Krieg und Gewalt flüchten musste, 3 Jahre Vereinsfußball in Bayern gespielt hat und somit die Regel für einen „local Player“ erfüllt, obwohl die Herren der Liga wohl eher Basketball als Sportart verstanden sehen wollte. Aber Schwenningen nutzt hier die Möglichkeit die Regel zu leben wie sie benannt wurde. Es geht doch.

JBBL – Spiel 3 gegen Giants Düsseldorf Junior

Am Sonntag fand in der Max Schmeling Halle C das 3. Spiel der JBBL Playoffs ALBA Berlin gegen das Giant Düsseldorf Junior Team statt. Spiel eins ging klar mit 87:50 unter den Augen von Patrick Femerling, Konstantin Lwowski, Henning Hanisch, Hendrik Rödl und Moritz Wagner, an ALBA. Moritz war extra aus den USA für die Unterstützung des Bruders Franz angereist, dieser hatte sich aber kurz vorher verletzt und konnte in die komplette Serie gegen Düsseldorf nicht eingreifen. Spiel 2 wurde 80:81 in Düsseldorf knapp verloren. Gründe hierfür waren die starken Leistungen der Düsseldorfer Bojang (22 pkt / 8 reb / 7 ass / 3 st / 1 BS bei 7 TO) und Apostolou (24 pkt / 9 reb / 3 ass / 1 st / 1 BS bei 1 TO) sowie konnte Schwalm (ALBA) 3 pkt / 5 Reb) nicht an seine starken Ergebnisse anknüpfen. Das Spiel von Düsseldorf wurde durch Saigge und Ildan getragen. Beide zeichnen sich durch ein sehr gutes Ballhandling starke Stats im 1/1 aus. Konstante Leistungen im Scoring kamen durch Lennard Schild (15 pkt / 12 pkt / 6 pkt) in den 3 gespielten Partien. Auf Seiten Berlins gab es in den ersten beiden Games ein ausgeglichenes Teamscoring welches von den Spielern Kintscher, Delow, Wenczel, Rödl und Lingk angeführt wurde. Starke Leistungen im Spiel 1 waren die je 9 Rebounds von Schwalm und Warner sowie die 7 von Wenczel und  Kintscher. Im Spiel 2 waren es Wenczel (13/10) mit einem Double Double und Lingk (19/13) ebenso mit einem Double Double welche Alba Berlin durch das Spiel trugen.
Im Spiel 3 merkte man sofort das Düsseldorf sich großes Vorgenommen hatte. Saigge hustelte und kämpfte, war im Abschluss mit 2/11 aus dem Feld eher unglücklich. Bojang mit seinen Leistungen stabil mit 13 Punkten bei 7 Rebounds. Schild und  Apostolou wurde durch die Berliner Defense gut aus dem Spiel genommen so das nur Ildan, der mir wieder sehr gut gefiel, für sein Team überzeugen konnte und 22 Punkte 8/19 aus dem Feld, 4/4 von der Linie bei 10 Rebounds und 5 Steels beisteuerte. Alba setzte dieses Spiel auf kein Teamscoring sondern ließ Lingk mit 17, Schwalm 13 und Rödl mit 23 Punkten von der Leine. Schwalm zeigt dass die Bretter seine sind und krallte sich 18! Rebounds in 25 min, Lingk holte sich 11 und Delow wollte mit 9 Rebounds im Konzert der anderen noch mitmischen. Brendel zeigte seine PG Qualitäten und steuerte 4 Ass und 4 Steels zur Erfolg bei. Ein toller Teamerfolg der Berliner mit herausragenden Spielern.
Damit hat sich ALBA Berlin für das Top4 in Frankfurt qualifiziert. 

Playoffs 2017 – Teil 1

Die Playoffs haben begonnen und schon gibt es drei Überraschungen
- Oldenburg gewinnt in Bayreuth mit +2
- Bonn gewinnt in Bamberg mit +1
-Ludwigsburg gewinnt in Ulm mit +3
Einzig Alba Berlin bleibt allen Erwartungen treu und verliert in München mit 95:68.
Bei Oldenburg ist es jetzt keine sooo große Überraschung, bei Bonn schon sehr und in Ulm belohnt sich Ludwigsburg das sie in Berlin mit Absicht verloren haben.  Allen Heimteams (außer München) wurden in ihren Spielen die meisten Freiwürfe zugesprochen und trotzdem haben sie ihre Spiele verloren. Das will nichts heißen, aber es könnte darauf hindeuten, dass es sich lohnt, den Gegner permanent an die Linien zu schicken. (Ulm 37 Freiwürfe) Dem Gegner werden zwar vermeidlich leichte Punkte geschenkt, die muss er aber auch erst einmal verwandeln. Parallel schafft man es den Spielfluss eines Teams zu zerstören. Solch destruktiven Basketball wollte Mike Koch seinerzeit schon immer spielen lasen (Ich habe 12 Mann im Team, jeder kann 5 Fouls bringen, das sind 60 mögliche Unterbrechungen des Gegners) Dieses System funzt nur mit dem richtigen Spielermaterial und das wechselt sich J.Patrick jede Saison zusammen und diese klappte es besonders gut. Ich für meinen Teil hoffe dass diese Spielweise sich nie durchsetzen wird.

Saisonrückblick von Alba Berlin 2017

Nach langer Pause nun wieder ein Versuch den Blog mit Leben zu füllen.
Die Saison 2016/2017 begann schon komisch. Es gab kein Saisoneröffnungsspiel in Oranienburg. Die Vorbereitung wurde für eine Reise nach China unterbrochen, wo der Trainer und andere Spieler die sich letztens in der Türkei aufhielten, keine Einreisegenehmigung erhielten. Die deutschen Spieler bei der  Nati nahmen an der Vorbereitung auch erst sehr spät teil.
Viel wundersamer für alle war die Zusammensetzung des Kaders. Von Beginn an war klar ein Ashley wird dem Club nicht zur Verfügung stehen, Miller der Ersatz. Toni Gaffney wurde verpflichtet dazu Bogdan Radosavljevic. Dazu noch Kikanovic auf Center und Giffey über den Flügel kommend, sollten den Frontcourt bilden. In den ersten Spielen wurde Bogdan für einen echten Steel gehalten. Er überzeugte mit guten Centerbewegungen und einem weichen Händchen. Was aber sofort jedem Blinden auffiel, Alba hat ein Reboundproblem. Und das massiv. Im Laufe der Saison sollte sich zeigen dass die defensiven Schwächen unserer Center sich als ein Problem für das ganze Team darstellen sollten. Was dem Gegner an zweiten Chancen gegeben wurde,  gepaart mit Einladungen zum einfachen durchspazieren durch die Zone, war nicht mehr ertragbar.
Spieler wie Giffey, der zu Beginn der Saison durch die Nationalmannschaft einfach kaputt war, brauchte etwas Zeit um in Tritt zu kommen. Er spielte oft die 4, aber das ist vielleicht nicht so sein Favorit. Ich sehe ihn lieber auf der 3 um seine Stärken über den Flügel zu bringen. Er hat immer gekämpft, aber das reichte nicht immer. Sein 3er Wurf stagnierte und er nahm weniger Würfe. Um die Führungsrolle zu übernehmen war er nicht konstant genug. Dieses Zeug hat er aber und es wäre toll ihn in Gelb/Blau auch weiter zu sehen.
Nun könnte man meinen, wenn es nicht funktioniert tauscht man einfach einen Spieler aus und es funzt, aber so was passiert bei Alba immer erst recht zögerlich. So musste erst mal auf die Verletzungen von Miller und Gaffney durch die Kurzzeitverpflichtung von Carter reagiert werden. Carter war leider auch kein Mann der unsere Probleme löste, sondern wirklich nur jemand der etwas aushelfen konnte. Im Backcourt waren wir mit Gagi, Vargas, Johnson, Siva, Akpinar und Atsür gut aufgestellt. Johnson konnte die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen und wurde während der Rückrunde gegen Carl English ausgetauscht. Atsür und English mit viel Erfahrung, waren trotz ihrer 3er aber immer eine Achillesferse des Teams, da sie stets einen Schritt zu langsam oder gar in der Verteidigung gepennt hatten. Vargas war wie gewohnt ein Kettenhund, aber sein offensiver Output einfach zu gering. Siva mit Licht und Schatten. Bei 10 Punkten legte er auch gern mal 6 Turnover hinzu. Sein Zug zum Korb war zu schwach und er blieb gern an der Ringunterkante hängen. Als er sich verletzte und bis zum Ende der Hauptrunde ausfiel, wurde der Verlust sehr schmerzlich. Ismet bekam seine Zeiten, wusste diese aber nicht vollumfänglich zu nutzen. Viele leichtsinnige Turnover und vergebene Pässe. Leider vergaß er dabei auch noch selber zu punkten. Anfang April in Spiel gegen Oldenburg gab Gerald Robinson seinen Einstand. Mit seiner Verpflichtung wurde auf Verletzung von Siva endlich reagiert. Vielleicht auch um einen neuen PG unter Spielbedingungen für die nächste Saison testen zu können wenn Siva nicht mehr dabei sein sollte. Gagi Milosvljevic war als Kapitain derjenige der in entscheidenden Situationen den Ball in den Korb bringen sollte. Er hat das Team über die Saison getragen, aber auch er genehmigte sich einfach zu viele überflüssige Turnover. 3 Spieltage vor Schluss verletzte auch er sich und beendete die Saison im Krankenstand ohne sein Können weiter für Alba einsetzen zu können.
In Summe sahen die Fans ein Team welches die Fähigkeiten hatte Spiele zu gewinnen, aber oft war der Spielfluss nicht da, zu viele Turnover, zu wenig Rebounds und vor allem war die Defense ein Desaster. Wenn Center bis an die Birne verteidigen und dann zu langsam zurückkommen, dann vom Team keine Hilfe kommt, generiert man einfach zu viele Gegenkörbe und verliert nun mal. Symptomatisch in der Saison der Rauswurf des Trainers Caki 2 Spiele vor Ende der Hauptrunde. Ein Ruck soll durch die Mannschaft gehen, hieß es und der Trainer erreicht das Team nicht mehr, aber das ist auch schon 2 Monate davor genauso gewesen. Päch als Interimscoach erreicht ein Sieg und eine Niederlage, obwohl man sich die Augen bei dem Auftritt von Ludwigsburg reiben durfte. Sie hatten keine Lust (Ambitionen) das Spiel zu gewinnen und wollten als 8er in die Playoffs gehen. Eine Unsportlichkeit sondergleichen! Dass so etwas in der BBL möglich ist hätte ich nie gedacht, aber anscheinend ist nichts  unmöglich. Auch das Mannschaften wie Ludwigsburg Spieler verpflichten und wieder entlassen wie es ihnen beliebt, teilweise bis zu 20 Profispieler in Summe pro Saison unter Vertrag nehmen und das solange bis ihr Kader einigermaßen den Zustand erreicht der dem Trainer vorschwebt, ist schwer bis gar nicht zu ertragen.

Dennis Schröder

Als es begann das von einem jungen Spieler geredet wurde der außergewöhnliches zeige, horchten alle auf und schauten wer der Bursche da in Braunschweig ist. Es wurde viel gemutmaßt, gemunkelt, gehofft und nun nach weiteren 4 Jahren kann man sagen, da steht ein Junge der 22 Jahre alt ist, es in die NBA geschafft hat, die in ihn gesetzten Erwartungen übererfüllt und trotzdem eine sehr umstrittene Figur abgibt, weil er noch grün hinter den Ohren ist.

Persönlich kenne ich ihn gar  nicht, habe ihn nur in Berlin als er für Braunschweig auflief und 2015 während der EM live spielen gesehen. Seine Persönlichkeit wurde immer als ruhig, zurückhaltend und freundlich beschrieben.

Während der EM 2015 wurde immer mehr sichtbar das seine Spielweise etwas von Jekyll und Hyde an sich hat. Sein tolles Ballmovment, sein Antritt, seine Schnelligkeit, alles Dinge die ihn auszeichnen und wenn er dabei noch scored sollte es passen. Aber wie gut ist ein PG der sein Team nicht mit einbindet? Wie oft haben wir Spieler gesehen die in einem Spiel 35 Punkte machen und trotzdem das Spiel verloren geht?! Die Kritik die bei der EM laut wurde, war in den meisten Fällen jedoch unqualifiziert und viel zu laut gebrüllt. Wiederum die gar nicht kritisieren bieten Schröder selber keine Möglichkeit sich zu verbessern.

Um es kurz zu machen, an ihm lag es nicht das Deutschland sich nicht qualifizierte. Chris Fleming (Nat-Coach) hatte sich einen Gameplan zurechtgelegt der, aus der personellen Situation heraus, schon stark an dem Ami-Ball angelegt war. Blöd war nur das 10/12 diesen Ball nicht gewöhnt waren. Dirk Diggler geht in seine 18.! NBA Saison und ist es gewohnt Verantwortung zu tragen, eine Rolle in die ein Schröder erst noch reinwachsen muss. Alle Verantwortung auf die Schultern von Nowitzki und Schröder zu legen war einfach der falsche Weg. Dies wiederum den Spieler anzukreiden ist grundfalsch, hier trägt der Trainer die Verantwortung.

Schröder zeigte gute Spiele mit den entsprechend guten Stats. Eigentlich sollte man meinen einen weiteren Spieler gefunden zu haben der Deutschland in der NBA auf Spitzenniveau vertritt. Denn wenn wir ehrlich sind, welcher Deutsche hat es denn wirklich in die NBA geschafft? Und wie viele werden allzu schnell und allzu lange als mögliche NBA Spieler hofiert? Nicht so bei Dennis, sein Weg kann schon als optimal und gradlinig angesehen werden, immerhin spielt er 2015/2016 seine 3. Saison in der NBA und sein Vertrag wurde gerade um ein weiteres Jahr von Seiten des Vereins der Atlanta Hawks verlängert.

Warum aber verstummen nicht die Kritiker, diejenigen die sagen er spielt schlecht und er wird es zu nicht bringen? Weil es diese Kritiker gar nicht gibt. Es werden, dem steigendem Interesse geschuldet, immer wieder Interviews geführt in denen er durch naive Verhaltensweisen auffällt. Dinge die ihm ein Manager (Ademola Okulaja) noch eintrichtern muss, das dies nicht geht. Öffentlich andere zu Beschuldigen für Niederlagen Verantwortlich zu sein, geht nicht. (Coach) Öffentlich zu sagen er überlege noch ob er im unwahrscheinlichen Falle der Austragung des Quali-Turnieres für Rio 2016, überhaupt zu spielen, geht gar nicht. Auch Fotos zu posten auf denen er am Steuer eines fahrenden Auto sitzt und dabei auf seine Handy schaut, geht gar nicht.

Dies sind die Dinge die kritisiert werden, Dinge die anderen ein Dorn im Auge sind, da ein Dennis Schröder zu einem Vorbild im Deutschen Sport avanciert ist und auch als solches wahrgenommen wird. Wenn er sich in diesen Dingen nicht grundlegend ändert, können wir auf diesen Sportler gern verzichten, in Vereinen sowie auch in der Nationalmannschaft. Es gibt genug die im Moment noch nicht die Leistungen eines Schröder liefern, aber es bald könnten und die sehe ich dann viel lieber im Nat-Team des DBB, da diese mit Stolz das Trikot des DBB tragen und ihnen es eine Ehre ist, ihr Land vertreten zu dürfen, ohne rumgezumpel und IchbindercooleBlingBling-Scheiß.

P.S. Gerade hab ich das Interview mit Patrick Femerling, den ich als Coach und damit auch seine Spielereindrücke sehr schätze, in der BIG gelesen. Er gibt mir insofern recht das Schröder ein toller Spieler ist, dem aber vor allem abseits des Balles noch sehr viel Erfahrung fehlt.