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Dennis Schröder

Als es begann das von einem jungen Spieler geredet wurde der außergewöhnliches zeige, horchten alle auf und schauten wer der Bursche da in Braunschweig ist. Es wurde viel gemutmaßt, gemunkelt, gehofft und nun nach weiteren 4 Jahren kann man sagen, da steht ein Junge der 22 Jahre alt ist, es in die NBA geschafft hat, die in ihn gesetzten Erwartungen übererfüllt und trotzdem eine sehr umstrittene Figur abgibt, weil er noch grün hinter den Ohren ist.

Persönlich kenne ich ihn gar  nicht, habe ihn nur in Berlin als er für Braunschweig auflief und 2015 während der EM live spielen gesehen. Seine Persönlichkeit wurde immer als ruhig, zurückhaltend und freundlich beschrieben.

Während der EM 2015 wurde immer mehr sichtbar das seine Spielweise etwas von Jekyll und Hyde an sich hat. Sein tolles Ballmovment, sein Antritt, seine Schnelligkeit, alles Dinge die ihn auszeichnen und wenn er dabei noch scored sollte es passen. Aber wie gut ist ein PG der sein Team nicht mit einbindet? Wie oft haben wir Spieler gesehen die in einem Spiel 35 Punkte machen und trotzdem das Spiel verloren geht?! Die Kritik die bei der EM laut wurde, war in den meisten Fällen jedoch unqualifiziert und viel zu laut gebrüllt. Wiederum die gar nicht kritisieren bieten Schröder selber keine Möglichkeit sich zu verbessern.

Um es kurz zu machen, an ihm lag es nicht das Deutschland sich nicht qualifizierte. Chris Fleming (Nat-Coach) hatte sich einen Gameplan zurechtgelegt der, aus der personellen Situation heraus, schon stark an dem Ami-Ball angelegt war. Blöd war nur das 10/12 diesen Ball nicht gewöhnt waren. Dirk Diggler geht in seine 18.! NBA Saison und ist es gewohnt Verantwortung zu tragen, eine Rolle in die ein Schröder erst noch reinwachsen muss. Alle Verantwortung auf die Schultern von Nowitzki und Schröder zu legen war einfach der falsche Weg. Dies wiederum den Spieler anzukreiden ist grundfalsch, hier trägt der Trainer die Verantwortung.

Schröder zeigte gute Spiele mit den entsprechend guten Stats. Eigentlich sollte man meinen einen weiteren Spieler gefunden zu haben der Deutschland in der NBA auf Spitzenniveau vertritt. Denn wenn wir ehrlich sind, welcher Deutsche hat es denn wirklich in die NBA geschafft? Und wie viele werden allzu schnell und allzu lange als mögliche NBA Spieler hofiert? Nicht so bei Dennis, sein Weg kann schon als optimal und gradlinig angesehen werden, immerhin spielt er 2015/2016 seine 3. Saison in der NBA und sein Vertrag wurde gerade um ein weiteres Jahr von Seiten des Vereins der Atlanta Hawks verlängert.

Warum aber verstummen nicht die Kritiker, diejenigen die sagen er spielt schlecht und er wird es zu nicht bringen? Weil es diese Kritiker gar nicht gibt. Es werden, dem steigendem Interesse geschuldet, immer wieder Interviews geführt in denen er durch naive Verhaltensweisen auffällt. Dinge die ihm ein Manager (Ademola Okulaja) noch eintrichtern muss, das dies nicht geht. Öffentlich andere zu Beschuldigen für Niederlagen Verantwortlich zu sein, geht nicht. (Coach) Öffentlich zu sagen er überlege noch ob er im unwahrscheinlichen Falle der Austragung des Quali-Turnieres für Rio 2016, überhaupt zu spielen, geht gar nicht. Auch Fotos zu posten auf denen er am Steuer eines fahrenden Auto sitzt und dabei auf seine Handy schaut, geht gar nicht.

Dies sind die Dinge die kritisiert werden, Dinge die anderen ein Dorn im Auge sind, da ein Dennis Schröder zu einem Vorbild im Deutschen Sport avanciert ist und auch als solches wahrgenommen wird. Wenn er sich in diesen Dingen nicht grundlegend ändert, können wir auf diesen Sportler gern verzichten, in Vereinen sowie auch in der Nationalmannschaft. Es gibt genug die im Moment noch nicht die Leistungen eines Schröder liefern, aber es bald könnten und die sehe ich dann viel lieber im Nat-Team des DBB, da diese mit Stolz das Trikot des DBB tragen und ihnen es eine Ehre ist, ihr Land vertreten zu dürfen, ohne rumgezumpel und IchbindercooleBlingBling-Scheiß.

P.S. Gerade hab ich das Interview mit Patrick Femerling, den ich als Coach und damit auch seine Spielereindrücke sehr schätze, in der BIG gelesen. Er gibt mir insofern recht das Schröder ein toller Spieler ist, dem aber vor allem abseits des Balles noch sehr viel Erfahrung fehlt.

 

Heiko Schaffartzik

Über ihn ist schon viel geschrieben worden. Gleichermaßen viel positives und negatives. Für viele ist er eine Reizfigur geworden. Seine Aussagen in Richtung Bamberg, sein Auftreten in der Nationalmannschaft  2013 bei der EM und sein Verhältniss zu Trainer Menz und für die Anhänger von ALBA Berlin sowieso.

Ich war ein großer Fan von ihm. Ja das muss ich so sagen, war! Seine Spielweise hat mir in Berlin bei TuS Lichterfelde schon sehr gefallen. Hab ihn und seinen Werdegang stets Verfolgt und wollte ihn schon 2009/2010 gern wieder in Berlin spielen sehen, diesmal als PG bei ALBA Berlin. In dieser Saison wusste er als Phantom zu überzeugen und um so mehr wollte ich ihn in Berlin haben. Leider war der Drang von ihm ins Ausland stärker. Aber sowohl bei ALBA als auch bei ihm lief es zu Beginn der Saison nicht gut. So kam es, das Heiko Schaffartzik mit dem Trainerwechsel Pavicevic / Katzurin wieder zurück in die Heimat kam zu ALBA Berlin. Meine Freude war dementsprechend groß. Endlich wieder ein Berliner der ALBA ein Gesicht geben konnte.

Der Verlauf der Spielzeiten unter Katzurin (2010/2011), Herbert (2011/2012) und 2012/2013 unter Sasa Obradovic waren geprägt durch stabile Leistungen aber auch durch dem Scheitern an den eigenen Leistungsmaßstäben.

Was sich im Hintergrund abspielte in der Zeit Feb 2013 / Jun 2013, wird in Gänze wohl ein Geheimnis zwischen ALBA und Heiko bleiben, aber beide spielten hier eine wohl unrühmliche Rolle. Was auch immer dort passierte, das ein Spieler mit aller Macht aus seinem Vertrag rauswill obwohl er vorher noch tönte wie toll alles bei ALBA sei, geht in meinen Augen gar nicht. Welche Rolle auch immer ein gewisser Yassin Idbihi bei der Nummer spielte, will ich gar nicht erst versuchen zu ergründen. Fakt bleibt, Idbihi stand in der Kritik, spielte Katz und Maus mit ALBA um einen neuen Vertrag und Heiko stellte sich als Kapitän des Teams vor ihn. In meinen Augen gehört das auch zu den Aufgaben die ein Kapitän ausfüllen sollte, sich vermittelnd zwischen Team und Trainer/Staff zu stellen. In Verbindung mit, das er auch vermittelnd zwischen DaShaun Wood und dem Trainer S.O. auftreten musste, wurde er zusehends das rote Tuch für das Managment von ALBA Berlin. Er ist nun Anscheinend auch kein Spieler der stets die richtigen Worte trifft, in dieser Konstellation hat er sich wohl zu sehr den Mund verbrannt und es gab wohl kein Zurück mehr, als hier um Auflösung des Vertrages zu bitten. ALBA nun seinerseits wieder nicht erfreut, verweigerte die Freigabe und lies Heiko nur nach Zahlung einer Ablösesumme X in Richtung Bayern München ziehen.

Die Rolle die Bayern seit Feb 2013 im Hintergrund bei dem Gezänk spielte, wird wohl auch nie beleuchtet werden. Fakt ist, sowohl Heiko, Yassin Idbihi, Nihad Dedovic und Deon Thompson wechselten zu Saison an die Isar. Wird wohl für immer ein Ligarekord bleiben das 4 Spieler gleichzeitig von einem zum selben anderen Verein in der Liga wechseln.

Für mich war der Weggang das eine, die Art und Weise eine andere. Als Fan fühlte ich mich von Heiko mehr als nur verraten. Er hat mich persönlich hintergangen und verkauft. Natürlich ist das nur in meiner Wahrnehmung so, als Spieler ist er halt eine Söldner der dort zockt wo er Geld verdienen, viel Geld verdienen kann und wo er seine Rolle findet. Nicht desto trotz war er für mich unten durch. Es ging nie so weit das ich ihn auf dem Platz ausgebuht habe, aber Sympathien hatte er keine von mir.

Alles weiter Mediale Gezänk von Heiko in Richtung ALBA, gesteuert durch die hervorragend arbeitetende Medienabteilung von Bayern München, hab ich weitestgehend Ignoriert. Auch diese unsägliche "Kreuz" Debatte, was für ein Unfug. Hier eine Kreuzigung des Spielers Heiko Schaffartzik stilisieren zu wollen, unglaublich. Aber gut unsere Medien sind halt so, halt ein Stöckchen hin und fein wird es auch Jahre danach durch den Boulevardjournalismus abortiert.

Es schmerzte wohl als Heiko den Meistertitel 2013/2014 in unserer Halle, durch eine sehr gute Leistung seinerseits, gewann. Was ich ihm nie verzeihen werde ist das auch in dieser Situation er sein Ego über die Leistung eines anderen Spielers stellte. Anstatt die Einwechslung ca. 20sec vor Schluss des Jahrelang in Berlin spielenden Demond Green als Abschied aus dessen Profilaufbahn zu achten und zu ehren, musste er sich provozierend vor dem Berliner Publikum verbeugen. Das bewirkte ein gellendes Pfeifkonzert und die Ehrung des Demond Green als verdienter Ex-Berliner Spieler ging komplett unter.

Für mich stellt das eine Respektlosigkeit sondersgleichen dar, auch wenn Desmond, wenn er danach befragt würde, ganz bestimmt es nicht so sieht. Ich sehe es aber so und das reicht das Herr Heiko Schaffartzik für mich einfach mal ne Nulpe ist.

Seit der Sasison 2015 spielt in München nur noch ein ehemaliger deutschen Spieler von ALBA Berlin, Andreas Seiferth. Bryce Taylor, Nihad Djedovic, der Rückkehrer Deon Thompson der München in Richtung China und Jerusalem zwischenzeitlich verlassen hatte, sowie der Rennfrosch Alex Renfroe.

Damit kehrt aber auch mediale Ruhe ein in dem Verhältniss Bayern München zu ALBA Berlin.

Der Abgang von Heiko's aus München kam schon überraschend. Ich hätte erwartet das er sich sich der Rolle hingibt die ihm dort geboten wird, so klein diese auch sein mag. Zumal er in der BBL viele Vereine "verbraucht" hat und nur wenige über sind, die Ihm das Geld zahlen könnten was er seit München gewohnt ist. Da kommt der Wechsel zum französischem Topteam Limoges schon passend daher. Ich beobachte ihn dort weiter. Er hat ja auch Spieler dort um sich die er von früher kennt, Center Traore und den PG DaShaun Wood.

Vielleicht gelingt es mir in Zukunft Heiko wieder, im stillen, zu applaudieren für seine fast unnachahmliche Spielweise und seine verrückten 3er.