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Saisonrückblick von Alba Berlin 2017

Nach langer Pause nun wieder ein Versuch den Blog mit Leben zu füllen.
Die Saison 2016/2017 begann schon komisch. Es gab kein Saisoneröffnungsspiel in Oranienburg. Die Vorbereitung wurde für eine Reise nach China unterbrochen, wo der Trainer und andere Spieler die sich letztens in der Türkei aufhielten, keine Einreisegenehmigung erhielten. Die deutschen Spieler bei der  Nati nahmen an der Vorbereitung auch erst sehr spät teil.
Viel wundersamer für alle war die Zusammensetzung des Kaders. Von Beginn an war klar ein Ashley wird dem Club nicht zur Verfügung stehen, Miller der Ersatz. Toni Gaffney wurde verpflichtet dazu Bogdan Radosavljevic. Dazu noch Kikanovic auf Center und Giffey über den Flügel kommend, sollten den Frontcourt bilden. In den ersten Spielen wurde Bogdan für einen echten Steel gehalten. Er überzeugte mit guten Centerbewegungen und einem weichen Händchen. Was aber sofort jedem Blinden auffiel, Alba hat ein Reboundproblem. Und das massiv. Im Laufe der Saison sollte sich zeigen dass die defensiven Schwächen unserer Center sich als ein Problem für das ganze Team darstellen sollten. Was dem Gegner an zweiten Chancen gegeben wurde,  gepaart mit Einladungen zum einfachen durchspazieren durch die Zone, war nicht mehr ertragbar.
Spieler wie Giffey, der zu Beginn der Saison durch die Nationalmannschaft einfach kaputt war, brauchte etwas Zeit um in Tritt zu kommen. Er spielte oft die 4, aber das ist vielleicht nicht so sein Favorit. Ich sehe ihn lieber auf der 3 um seine Stärken über den Flügel zu bringen. Er hat immer gekämpft, aber das reichte nicht immer. Sein 3er Wurf stagnierte und er nahm weniger Würfe. Um die Führungsrolle zu übernehmen war er nicht konstant genug. Dieses Zeug hat er aber und es wäre toll ihn in Gelb/Blau auch weiter zu sehen.
Nun könnte man meinen, wenn es nicht funktioniert tauscht man einfach einen Spieler aus und es funzt, aber so was passiert bei Alba immer erst recht zögerlich. So musste erst mal auf die Verletzungen von Miller und Gaffney durch die Kurzzeitverpflichtung von Carter reagiert werden. Carter war leider auch kein Mann der unsere Probleme löste, sondern wirklich nur jemand der etwas aushelfen konnte. Im Backcourt waren wir mit Gagi, Vargas, Johnson, Siva, Akpinar und Atsür gut aufgestellt. Johnson konnte die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen und wurde während der Rückrunde gegen Carl English ausgetauscht. Atsür und English mit viel Erfahrung, waren trotz ihrer 3er aber immer eine Achillesferse des Teams, da sie stets einen Schritt zu langsam oder gar in der Verteidigung gepennt hatten. Vargas war wie gewohnt ein Kettenhund, aber sein offensiver Output einfach zu gering. Siva mit Licht und Schatten. Bei 10 Punkten legte er auch gern mal 6 Turnover hinzu. Sein Zug zum Korb war zu schwach und er blieb gern an der Ringunterkante hängen. Als er sich verletzte und bis zum Ende der Hauptrunde ausfiel, wurde der Verlust sehr schmerzlich. Ismet bekam seine Zeiten, wusste diese aber nicht vollumfänglich zu nutzen. Viele leichtsinnige Turnover und vergebene Pässe. Leider vergaß er dabei auch noch selber zu punkten. Anfang April in Spiel gegen Oldenburg gab Gerald Robinson seinen Einstand. Mit seiner Verpflichtung wurde auf Verletzung von Siva endlich reagiert. Vielleicht auch um einen neuen PG unter Spielbedingungen für die nächste Saison testen zu können wenn Siva nicht mehr dabei sein sollte. Gagi Milosvljevic war als Kapitain derjenige der in entscheidenden Situationen den Ball in den Korb bringen sollte. Er hat das Team über die Saison getragen, aber auch er genehmigte sich einfach zu viele überflüssige Turnover. 3 Spieltage vor Schluss verletzte auch er sich und beendete die Saison im Krankenstand ohne sein Können weiter für Alba einsetzen zu können.
In Summe sahen die Fans ein Team welches die Fähigkeiten hatte Spiele zu gewinnen, aber oft war der Spielfluss nicht da, zu viele Turnover, zu wenig Rebounds und vor allem war die Defense ein Desaster. Wenn Center bis an die Birne verteidigen und dann zu langsam zurückkommen, dann vom Team keine Hilfe kommt, generiert man einfach zu viele Gegenkörbe und verliert nun mal. Symptomatisch in der Saison der Rauswurf des Trainers Caki 2 Spiele vor Ende der Hauptrunde. Ein Ruck soll durch die Mannschaft gehen, hieß es und der Trainer erreicht das Team nicht mehr, aber das ist auch schon 2 Monate davor genauso gewesen. Päch als Interimscoach erreicht ein Sieg und eine Niederlage, obwohl man sich die Augen bei dem Auftritt von Ludwigsburg reiben durfte. Sie hatten keine Lust (Ambitionen) das Spiel zu gewinnen und wollten als 8er in die Playoffs gehen. Eine Unsportlichkeit sondergleichen! Dass so etwas in der BBL möglich ist hätte ich nie gedacht, aber anscheinend ist nichts  unmöglich. Auch das Mannschaften wie Ludwigsburg Spieler verpflichten und wieder entlassen wie es ihnen beliebt, teilweise bis zu 20 Profispieler in Summe pro Saison unter Vertrag nehmen und das solange bis ihr Kader einigermaßen den Zustand erreicht der dem Trainer vorschwebt, ist schwer bis gar nicht zu ertragen.

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